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Demographischer Wandel

Quelle: "Wir in Geldern" Heft 06/2010

Prof. Dr. Harald Schoelen und Christiane Goebel zur Demografischen Entwicklung Gelderns

„Alter ist kein Defizit"

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Eins steht fest: Geldern wird älter! Dies ist zwar in fast allen Städten und Gemeinden so, nur betrifft es einen größeren Bevölkerungsanteil als in den meisten Vergleichskommunen. Die Stadt Geldern stellt sich neu auf und schaut auf die Herausforderungen des demografischen Wandels.

Dr. Harald Schoelen, Professor der Volkswirtschaftslehre,
Schwerpunkt – Finanzwissenschaft und Wirtschaftsförderung, an der Hochschule Niederrhein, und seine Mitarbeiterin Christiane Goebel erarbeiteten in Kooperation mit der Stadt Geldern ein demografisches Entwicklungskonzept.

Sie informierten in einem ersten Zwischenschritt über ihre neuen Vorausberechnungen bis 2030 und begleiten zwei Workshops.

Zum Thema „Wirtschaft und Arbeit" bewegt den Arbeitskreis die Fragestellung: Was kann Geldern tun, um seine Infrastruktur den sich ändernden Bedingungen anzupassen?

Im zweiten Themenkomplex „Leben im Alter" konzentriert sich die Gruppe darauf, was zu tun ist, um Gelderner Infrastrukturen – insbesondere in den Bereichen medizinische Versorgung, Pflege, Wohnen und Mobilität aus- beziehungsweise umzubauen.

In diesen Arbeitsgruppen beteiligen sich Politiker, Mitarbeiter der Verwaltung sowie Fachleute aus der Wirtschaft, Institutionen, Kirchen und Interessensgruppen, die Auswirkungen einzuschätzen und Handlungsempfehlungen für die von Professor Schoelen dargelegten ersten Ansätze für die Zukunft in der Land-LebenStadt zu finden.

Was ist sicher?

Die Bevölkerungsprognose bis 2030 geht von einer schwindenden Einwohnerzahl aus. Der Anteil der Rentner verdoppelt sich fast. Annähernd jeder dritte (28 Prozent) Einwohner Gelderns wird im Jahr 2030 über 66 Jahre alt sein.

Gleichzeitig nimmt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter von 68 auf 58 Prozent ab.

Und Kinder und Jugendliche?

Hier ist Geldern relativ stark: Ihr Anteil reduziert sich kaum, wenngleich eine Abnahme um etwa 1100 Personen gegenüber dem Stand von 2008 angenommen wird.

Prognosen zur mengenmäßigen Bevölkerungsentwicklung können sich im Zeitablauf mittelfristig noch ändern. Sicher ist aber, dass Geldern massiv „durchaltern" wird innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte. Wie geht man mit dieser veränderten Situation um?

Stärken pflegen

„Kommunale Förderpolitik mit der Gießkanne ist in Zeiten knapper Kassen nicht angebracht. Nicht alles muss in jedem Teil Gelderns vorhanden sein. Die Wirtschaftsförderung sollte sich daher auf den  erdichteten „Kernbereich" Geldern konzentrieren und dessen wirtschaftlichen und sozialen Standortqualitäten durch eine optimale Verkehrsanbindung für alle nutz- und erlebbar machen", berichtet der Professor der Volkswirtschaftslehre über seine Einschätzung. Zwingend sei dabei auf die Ortschaften zu schauen. Auch sie haben Stärken, die abgestimmt entwickelt werden sollten. Die Stadt Geldern sei gefragt, aber sie könne die Hindernisse, die aus dem demografischen Wandel resultieren, nicht alleine wegräumen.

Professor Schoelen setzt daher bei Einschränkungen an, die dafür verantwortlich sind, dass Menschen sich nicht (mehr) in das Gemeinwesen und im Allgemeinen und den Arbeitsmarkt im Besonderen einbringen können.

„Alter ist kein Defizit. Im höheren Alter gibt es Experten fürs Leben. Und viele Menschen wollen  einbezogen werden", sieht Professor Schoelen speziell den Seniorenbereich. Schaffung von Transparenz über das breite vorhandene Serviceangebot, Einrichtung, Stabilisierung von sozialen Netzwerken, gemeinsame Aktionen von Stadt, Agentur für Arbeit, Caritas, Diakonie und weitern Interessengruppen, Ausbau und passgenauer Zuschnitt der Verkehrsinfrastruktur sowie Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.

„Die Stadt ist nicht verantwortlich für alles, aber sie hat jetzt die Möglichkeit, die Kräfte zu bündeln und zu konzentrieren" ebnet Professor Schoelen allen Beteiligten den (Lösung-)Weg.

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