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15. Dezember 2016

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Rede zur Beschlussfassung über den

Haushalt 2017

(es gilt das gesprochene Wort)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrter Herr Bürgermeister,

dieser Haushalt ist nicht der Plan, mit dem man glücklich und zufrieden sein könnte. Im Ergebnis hätten wir gerne eine geringere Neuverschuldung gehabt. Das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts ist noch Jahre entfernt.

Als wir nach der ersten Prüfung dieses umfangreichen Werkes in meiner Fraktion, nach Diskussion zu allen wesentlichen Planzahlen zu einer ersten Bewertung kamen, glaubten wir, im Verwaltungshaushalt Einsparungen in Höhe von 400 T€ erreichen zu können. Im Investitionshaus wollten wir Kürzungen in Höhe von ca. 1 Mio € durchsetzen.

Wenn wir das Zahlenwerk heute anschauen, sind wir ein ganzes Stück von dem erhofften Erfolg entfernt. Aber, trotzdem wird dieser Haushalt 2017 letztlich eine vernünftige Grundlage für die Entwicklung unserer Stadt Geldern in den nächsten Jahren sein.

Wir werden ihm daher gleich, wenn auch ohne jede Euphorie, zustimmen.

Meine Damen und Herren,
der demographische Wandel, die Digitalisierung der Gesellschaft, die Probleme des Klimawandels, die weltweiten Flüchtlingsströme und andere von außen einwirkende Probleme hinterlassen auch bei uns ihre Wirkungen. Diesen Herausforderungen müssen wir uns stellen. Nicht demnächst, sondern jetzt!
In unserem Haushalt sind sie deutlich ablesbar.

Wir diskutieren diesen Haushalt in einer günstigen Phase der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Das schlägt sich auf der Einnahmeseite durchaus positiv nieder. Sie schafft Spielräume, die manche notwendige Maßnahme erst ermöglicht.

Die derzeitige Niedrigzinsphase scheint manche Investition zu leichter zu machen. Aber auch hier ist keine Begeisterung angebracht. Die Tilgungen werden von den Gläubigern weiterhin erwartet.

In diesem Umfeld ist der Haushalt zu bewerten.

Friedrich Merz behauptet, Deutschland habe kein Einnahme-, sondern ein Ausgabeproblem. Ich glaube, das ist in Geldern durchaus auch noch so. Aber, eine gute Nachricht voran. Weder die Steuersätze für die Grundsteuern noch für die Gewerbesteuern müssen angehoben werden. Und das ist auch für die kommenden Jahre so, wenn nicht unerwartete Ereignisse die heutigen Prognosen über den Haufen werfen.
Gleiches gilt für die Kindergartenbeiträge. Sie bleiben unverändert.
Bei den Gebühren sieht es ähnlich aus. Ergebnisverbesserungen werden ihnen, liebe Mitbürger, weitergegeben. Die Gebühren für den Restmüll mit einer Absenkung um fast 20% bei den gewogenen Mengen sind da ein erfreuliches Beispiel. Hier schaffen wir für ihre Planungen ein Stück Sicherheit und Kontinuität. Wir können fast überall darauf verzichten, noch tiefer in ihre Geldbeutel zu greifen.

Aber, wenn das vermieden werden soll gilt die Devise: Wir müssen mit Blick auf das Gesamtergebnis maßhalten, das Notwendige vom Wünschenswerten unterscheiden und uns noch mehr auf die Kernaufgaben der Stadt konzentrieren.

Der Sparwille ist immer in jedem Politikermunde, in unserem auch, allerdings müssen dem gesprochenen Wort auch in guten Zeiten Taten folgen. Wir wollen bei unseren weiteren Überlegungen entsprechend handeln.

Hinter jeder Ausgabeposition dieses Haushaltes stehen, soweit die Mittel nicht durch bereits vorab eingegangene Verpflichtungen gebunden sind, auch Bürgerwünsche und -forderungen. Es ist niemals leicht, solchen Wünschen eine Absage zu erteilen. Aber notwendig ist es manches mal.
Unsere Überlegungen zum Ausbau unseres schon jetzt sehr guten Busangebotes durch Einführung eines AnrufGelderschen zwischen Hartefeld und Pont sind hierfür ein Beispiel.

Zwar ist die Diskussion noch nicht abgeschlossen, aber die Tendenz ist aus unserer Sicht nicht günstig.
Auf der Basis unserer jetzigen Erkenntnisse wäre das Angebot wirtschaftlich nicht zu vertreten. Nach der Prognose des Sachverständigen werden zu wenig Fahrgäste viel zu hohe Kosten verursachen. Wir werden das nochmal genau prüfen, auch die alternativen Möglichkeiten.

Der Erhalt der Mobilität unserer Bürger ist zwar eine Aufgabe der Daseinsvorsorge, aber auch hier muss die Abwägung des Nutzens und der Kosten zu vertretbaren Ergebnissen führen. Die notwendigen Beträge sind in den Plänen berücksichtigt. Benötigt werden sie dann eventuell nicht.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
die Diskussionen um das Integrierte Handlungskonzept für unsere Innenstadt sind aus der Presse hinlänglich bekannt. Erwarten sie bitte keine Überlegungen zur Verschuldensfrage, sie helfen im Hinblick auf das Ziel nicht weiter. Leid tut uns, dass die Beteiligung unserer Bürgerinnen und Bürger an der Ausgestaltung von Einzelmaßnahmen durch die Malaise manchmal entwertet schien. Ihre bereits geäußerten Meinungen und Anregungen werden aber auch im weiteren Fortgang dieser Sache wichtig sein.
Trotzdem entschuldigen wir uns ganz ausdrücklich für die verursachten Aufregungen.

Bürgerbeteiligungen bei der Entscheidung von Fragen der Stadtgestaltung sind wichtig und richtig. Wir werden sie auch in Zukunft um ihre Hilfe bitten. Bitte schlagen Sie das Angebot nicht aus.

Das Projekt selbst geht selbstverständlich weiter. Zwar nach dem beschlossenen Baustopp mit Verzögerung, aber dann auf der Basis gesicherter Zahlen und nach einer Überprüfung des geplanten Umfangs. Die notwendigen Haushaltsmittel wollen wir danach in bisherigem Umfang zur Verfügung stellen.

Die Entwicklung unserer Innenstadt ist aber ein sehr facettenreiches Programm, das sich nicht im Integrierten Handlungskonzept erschöpft. Viele notwendige Maßnahmen werden in den folgenden Jahren unser besonderes Engagement beanspruchen. Die Weiterentwicklung unserer Innenstadt ist eine
Daueraufgabe. Und sicher wird noch in verschiedenen Bereichen Bürgerbeteiligung wichtig sein.

Geldern ist Mittelzentrum für die Region und will es bleiben.

Das zu sichern erfordert nicht nur städtebauliche Projekte an verschiedenen Stellen, nicht nur eine bedarfsorientierte Organisation des öffentlichen und des individuellen Verkehrs, nicht nur eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität in unserer Innenstadt, sondern auch flankierende Maßnahmen zur Stärkung des Einzelhandels, sowie verbesserte Rahmenbedingungen für den Erhalt vorhandener und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Die Infrastruktur, die wir anbieten wollen, muss modern und zukunftsgerichtet aufgestellt sein. Sie muss sich den heute geforderten Standards anpassen und stets ausbau- und anpassungsfähig sein. Überzeugende Konzepte sind nötig, um Investitionen in Geldern attraktiv zu machen. Daran arbeiten wir, und dabei sind wir nicht ohne Erfolg. Beispiele wie C&A vor wenigen Jahren und H&M vor wenigen Wochen zeugen von der Überzeugungskraft, die Geldern entwickelt. Die Verwaltung hat hier gut gearbeitet.

Wir sind sicher, dass für unser Projekt „Kapuzinertor" trotz der durch den Denkmalschutz verursachten Restriktionen kurzfristig eine qualitätvolle Lösung gefunden wird. Das Vorhaben selber sehen wir nicht nur ungefährdet, sondern sind auch sicher, dass die Lösung mit den früheren Beschlüssen des Rates in
Einklang stehen wird.

Das Augenmerk darf aber nicht nur auf großen Einzelhandelsbetrieben liegen. Sie sollen vielmehr Motor sein für viele leistungsfähige, auch rentierliche, Betriebe. Damit sind nicht nur die Filialen großer Ketten gemeint, sondern vor allem auch die verbliebenen, und hoffentlich auch weiterhin existenten, eigentümergeführten Geschäfte. Sie sind das Salz in der Suppe, sie verhindern den faden Geschmack eines Shopping-Einheits-Breis.

Diese vertrauten Adressen tragen gemeinsam mit der heimischen Gastronomie in besonderem Maße zur Attraktivität unserer Stadt bei. Auch ihre Existenzbedingungen müssen im Fokus städtischer Wirtschaftsförderung sein. Darauf werden wir achten und es nicht an der notwendigen Förderung fehlen lassen.

Geldern ist eine lebenswerte Stadt und wird es bleiben!

Nicht unerwähnt soll die notwendige Entwicklung der Flächen in den Bebauungsplänen „Barriere" und Veert 100 bleiben. Wir erwarten hierzu noch ergänzende Stellungnahmen der Verwaltung, wobei deutlich zu machen ist, dass die Stadt dort bislang nicht Grundeigentümer ist.

Wir sehen für die Flächen um das heutige E3 ganz eindeutig eine Nutzung durch Handel und Gewerbe. Natürlich unter Berücksichtigung der Anliegerrechte und ihren Schutz vor Immissionen. Wohnsiedlungen in diesem Bereich werden wir nicht unterstützen. Für die freien Flächen im Bereich Veert 100 sind unsere Überlegungen nicht abgeschlossen.

Gute Rahmenbedingungen für Handel und Gewerbe setzen eine gute Versorgung mit leistungsfähigen Datenverbindungen zwingend voraus. Wir haben mit einem Antrag gefordert, die zur Gewährleistung der Wettbewerbsfähigkeit dort ansässiger Unternehmen nötigen Verbesserungen zügig zu veranlassen. Lange ohne Erfolg. Es ist zu hoffen, dass die Initiativer der Wirtschaftsförderung das Problem in 2017 zuverlässig nun doch löst. Allerdings, die Unternehmen müssen sich auch selbst einbringen.

Meine Damen, meine Herren,
Geldern ist Schulstadt! Das ist richtig und das ist wichtig.
Eine Gesellschaft kann nur so sozial sein, wie sie Bildungschancen für jeden ermöglicht. Da hat der FDP-Boss Lindner ganz recht.

Schulstadt ist Geldern auch zum Wohl der Region, das ist sie immer gewesen, und sie wird es bleiben. Wir sagen das, obwohl wir wissen, dass um uns herum qualifizierte Schulen der Sekundarbereiche I und II entstanden sind.

Gleichwohl ist das Angebot, das wir unseren Eltern, auch über die Stadtgrenzen hinaus, anbieten können schon heute hervorragend. Unsere Schulen haben Qualität.

Aber, auch bei uns ist eine Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen und neue Entwicklungen nötig. Wir wollen das nicht übers Knie brechen, sondern haben ein Gutachten in Auftrag gegeben, das eine Abschätzung der weiteren Entwicklung ermöglichen wird. Es wird auch den notwendigen Raumbedarf einschätzen und Hinweise für sinnvolle Standortentscheidungen enthalten.

Zu Panik ist aber kein Anlass. Der für den Jahresanfang vorgesehenen Vorlage des Gutachtens wird eine breite und detaillierte Diskussion mit dem Gutachter und der Verwaltung folgen.
Wir werden die Eltern beteiligen und um ihr Votum bitten. Danach erst ist die politische Bewertung möglich.

Sie werden sich also, was Entscheidungen zu Schulformen und Standorten angeht, noch etwas gedulden müssen. Gleichzeitig wird aber deutlich, warum Investitionen mit besonderer Sorgfalt darauf geprüft werden müssen, ob sie zu diesem Zeitpunkt unabweisbar notwendig sind. Das mag manchmal zu Enttäuschungen führen, aber es wäre fatal, zukünftigen Entscheidungen ohne Not vorzugreifen.

In den Haushalt sind in erheblichem Umfang Mittel zum Neubau von Erweiterungstrakten eingestellt, ohne dass heute zur Notwendigkeit und zum Standort verbindliche Aussagen möglich wären. Erst recht nicht zu zukünftigen Standorten nicht direkt betroffener Schulen.

Wir rechnen auch im kommenden Jahr nicht mit einer Baumaßnahme, weil sich nach einer wie immer gearteten politischen Entscheidung eine Planung im Hinblick auf eventuell sinnvolle Baumaßnahmen zunächst anschließen müsste. Die Schulen werden also zunächst noch in der bisherigen Situation verharren müssen.

Die Entwicklung unserer Grundschulen werden wir besonders im Blick haben. Notwendige Maßnahmen zu Sicherung der Schulen werden wir natürlich ergreifen, ohne eine Konkurrenzierung zu unterstützen. Dem Elternwillen hinsichtlich der Schulwahl wollen wir entsprechen, solange die äußeren Umstände das ermöglichen.

Basis der Kindeserziehung ist und bleibt das Elternhaus. Die Unterstützung allerdings, die Kindergärten und Kindertagesstätten den Eltern mit ihren verschiedenen Betreuungsangeboten bieten, ist uns besonders wichtig. Wir wollen, dass bestehende Defizite möglichst kurzfristig beseitigt, oder doch zumindest gemildert werden.
Ein Blick in den Haushalt 2017 macht deutlich, dass wir dafür erhebliche Anstrengungen unternehmen und die notwendigen Mittel reserviert haben. Neubauten, bauliche Ergänzungen und sonstige geeignete Maßnahmen werden wir umsetzen. Die uns zur Seite stehenden Träger werden wir, wo immer möglich, unterstützen.

Wir wollen den berechtigten Forderungen der Eltern nachkommen, auch wenn nicht in jedem Fall eine maßgeschneiderte Lösung angeboten werden kann. Die möglichen Angebote sollen aber zuletzt immer eine befriedigende Problemlösung ermöglichen.

Wir wissen, dass eine ausreichend bemessene und qualitativ gute Ausstattung mit Kindergärten und Schulen ein Qualitätsmerkmal unserer Stadt sind. Wir setzen auf Qualität!

Ein neuer Brandschutzbedarfsplan hat uns ereilt und sorgt für die Notwendigkeit erheblicher Investitionen im baulichen Bereich. Neubauten der Feuerwehrhallen im Nierspark und in Lüllingen, Ergänzungen und Anpassungen an anderen Stellen verursachen erheblichen Aufwand.
Daneben ist auch die fortlaufende Ersatzschaffung auszumusternder Einsatzfahrzeuge mit erheblichem Aufwand verbunden.
Wir leisten diese erheblichen Investitionen, weil uns eine gut untergebrachte und ausgerüstete Feuerwehr besonders wichtig ist. Zwar handelt es sich um Pflichtaufgaben, aber wir vergessen nicht, dass hier Mitbürger freiwillig Dienst für die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Bewohner leisten. Teilweise unter Einsatz von Leben und Gesundheit absolvierte Einsätze zeigen immer wieder, wie wichtig eine gute Ausrüstung für die Feuerwehr ist.

Ich will die Gelegenheit nutzen, den Mitgliedern unserer freiwilligen Feuerwehr für ihr Engagement ganz besonders zu danken!

Wer aufmerksam durch die Stadt und ihre Ortschaften fährt stellt fest, dass es durchaus eine rege Bautätigkeit gibt. Nicht nur im Nierspark.
Das trifft ganz besonders für den Bau von Einfamilienhäusern und Wohnungen im gehobenen Preissegment zu. Wir begrüßen diese Bautätigkeit.

Allerdings bedarf es auch eines besseren Angebotes im Bereich preiswerteren Wohnraums. Nicht jeder Wohnungssuchende ist in der Lage, gehobene Standards zu finanzieren. Uns liegt daran, gemeinsam mit unserem Partner, der GWS, Wege zu finden, die den Bau entsprechender Wohnungen fördern. Die Verwaltung führt entsprechende Gespräche und wird von uns nachdrücklich dabei unterstützt. Aber auch weitere Investoren wären uns durchaus willkommen.

Wir legen allerdings sehr großen Wert darauf, den offensichtlich vorhandenen Bedarf nicht in größeren Siedlungen mit der Gefahr der Ghettobildung zu befriedigen, sondern bevorzugen ausdrücklich den Bau von kleineren Einheiten dezentral in der Stadt, möglicherweise auch in gemischten Objekten. Das soziale Miteinander über Einkommensgrenzen hinweg wollen wir fördern.

Ein weiterer Auftrag an die Verwaltung ist, nochmals zur Wirtschaftlichkeit und zur Akzeptanz hinsichtlich wünschenswerter generationenübergreifender Wohnprojekte Stellung zu nehmen.
Wir halten solche Projekte für wünschenswert.

Wir halten es für zwingend erforderlich, auch in unseren Ortschaften stets so viele Grundstücke für den Bau von Wohnungen und Häusern vorzuhalten, dass dem mittelfristigen Baubedarf der dort ansässigen Mitbürger Rechnung getragen werden kann. Zwar können in den Ortschaften nach dem Willen der Landespolitik keine größeren Baugebiete mehr neu ausgewiesen werden, wir wollen aber sicherstellen, dass dem Verschwinden der Infrastruktur im Dorf nun auch noch die Bürger in die Kernstadt folgen müssen. Ein entsprechender Antrag meiner Fraktion liegt bereits seit einiger Zeit vor.

Was die Bautätigkeit im Nierspark angeht, ist ein zügiges Fortschreiten festzustellen. Wir glauben, dass der Zeitpunkt erreicht ist, auch andere zur Verfügung stehende Flächen zu entwickeln.

In Veert sprechen wir über das Gebiet „Im Lüßfeld" und in Geldern sollte das Gebiet im Bebauungsplan 36 c im Focus stehen.

Die von uns nicht bestellte und auch nicht geliebte Umwidmung der Umgehungsstraße in die neue B58 erfordert, das haben wir von Anfang an gefordert, ausreichenden Lärmschutz für die dort unmittelbar lebenden Mitbürger. Hier scheint sich nun eine Lösung anzubahnen, nachdem das Land und der Landesbetrieb Straßen die Absicht der Mitfinanzierung erklärt haben. Die erforderlichen Anteile der Stadt Geldern sind in den Haushalt eingestellt.
Der Lärmschutz ist notwendig. Deshalb freuen wir uns sehr darüber, dass nun die Bewohner des Nordwalls und des Harttors entsprechende Entlastung vom Lärm erfahren.

Die Entwicklung des Sports in Geldern liegt uns am Herzen.
Wir halten es mit Joachim Ringelnatz:

Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,/ Kürzt die öde Zeit,/ Und er schützt uns durch Vereine,/ Vor der Einsamkeit.

Sport setzt aber auch durchdachte Rahmenbedingungen voraus. Wir sehen da noch Handlungsbedarf.
Zielsetzungen der Sportförderung und die Finanzierung der Infrastruktur des Sports müssen überdacht und ggf. neu gefasst werden. Das ist eine Aufgabe für 2017.

Der Sport ist vor neue Aufgaben gestellt. Wir wollen gemeinsam mit KreisSportBund und Stadtsportverband, vor allem aber auch mit den Vereinsvorständen, Strukturen durchdenken und ermöglichen, die den Vereinen eine verlässliche Erfüllung ihrer Aufgaben auf gesicherten Finanzierungsregeln ermöglicht.

Die Zusammenarbeit des Sports mit den Kindergärten, den Schulen und den Trägern der Altenpflege, aber auch mit den Krankenkassen und der Politik wollen wir fördern.
Sportprogramme im Kindergarten, die Zusammenarbeit und Unterstützung des Sportunterrichtes, aber auch Sport im Alter mit dem Ziel, lange gesund und mobil zu bleiben, sind uns wichtig und sollen unterstützt werden.

Das auch die Sportanlagen immer wieder ergänzt und angepasst werden müssen liegt auf der Hand. Zurzeit werden Unterlagen für einen Sportstättenbedarfsplan erarbeitet, die die Grundlage dieser Überlegungen und Entscheidungen bilden werden.

Grundsätzlich sind die Fußballvereine hinsichtlich der Notwendigkeit einig, einen zweiten Kunstrasenplatz zu errichten. Als Standort soll nach Meinung der Vereine Veert vorgesehen werden. Die erforderlichen Mittel sind in den Haushalt eingestellt. Die Entscheidung über den Bau ist aber zurückgestellt, bis der Sportstättenbedarfsplan vorliegt.

Die immer noch nicht abgeschlossenen Probleme um die Dächer unserer Sporthallen haben die Vereine hinsichtlich der Abwicklung ihres Sportbetriebs hart getroffen. Die Stadt aber auch, im Haushalt nämlich. Wir werden die Probleme meistern, allerdings werden andere Vorhaben zunächst auf die notwendigen Haushaltsmittel warten müssen.

Für eine Kommune wie Geldern stellt die Flüchlingssituation eine Belastung dar. Aber, angesichts ihres schweren Schicksals wollen wir denen, die in Angst um ihr Leben aus ihrer Heimat geflüchtet sind zumindest auf Zeit eine Bleibe geben.
Für eine Partei mit C ist das Pflicht.

Die weitere Nutzung des ehemaligen Finanzamtes für die Unterbringung von Flüchtlingen halten Wir allerdings nicht für wünschenswert. Diese Immobilie soll von der Stadt freigegeben werden, um dort Investoren die Umsetzung von stadtverträglichen Projekten zu ermöglichen.

Wir bevorzugen nachdrücklich die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen, zumindest von solchen, für die ein Bleiberecht zu erwarten ist.
Dabei setzen wir für den notwendigen Wohnraum auf Standards, die mit dem bloßen Aufstellen von Containern nicht erreicht werden. Im Übrigen wäre das eine unwirtschaftliche Lösung.
Wir glauben, dass durch entsprechende Unterbringung die Integration befördert werden kann.
Die Verwaltung leistet auf diesem Gebiet sehr gute Arbeit. Die wollen wir unterstützen.

Der baulichen Vorbereitung der ehemaligen Kaufmännischen Berufsschule für die Aufnahme von unserer Stadt zugewiesenen Flüchtlingen stimmen nicht ohne Bedenken zu. Wir hätten auch für diese Immobilie eine andere Nutzung bevorzugt. Deshalb ist die Unterbringung an dieser Stelle hoffentlich auch nur eine vorübergehende Lösung. Über andere Lösungen müssen wir schleunigst nachdenken.
Weil aber auch mittelfristig für die zu erwartenden Zuweisungen in ausreichendem Maße geeignete Möglichkeiten vorhanden sein müssen, sehen wir bis zur Bereitstellung anderer dezentraler Unterkünfte keine andere Entscheidungsmöglichkeit. Die erforderlichen Mittel sind erheblich, aber notwendig, wenn wir unseren Verpflichtungen nachkommen wollen.
Unwirtschaftlich sind sie zu unserer Überzeugung letztlich nicht.

Ein Blick in die mittelfristige Zukunft lässt kein drohendes Unheil erkennen. Erträgliche gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen vorausgesetzt. Der Kämmerer prognostiziert für 2020 einen ausgeglichenen Haushalt. Ein anspruchsvolles Ziel, wir werden uns bemühen, ihm nicht im Wege zu stehen.

Zu guter Letzt gilt es im Auftrag meiner Fraktion Dank zu sagen:
die Feuerwehr habe ich bereits erwähnt, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, auch dem Bürgermeister, unseren Dank, sie verdienen Lob für ihre gute Arbeit, den Mitgliedern der anderen Fraktionen danke ich für das gute Betriebsklima, der FDP natürlich besonders allen ehrenamtlich tätigen, die uns mit großem Einsatz bei unseren Aufgaben unterstützen. Ohne Ehrenamt wäre vieles nicht möglich, der größte Dank gebührt aber unseren Auftraggebern, den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt für ihr vielfältiges Engagement in den verschiedensten Bereichen, aber auch für ihr Vertrauen, dass sie unserer Arbeit entgegenbringen.

Das alles mit einem Zitat von Wilhelm Busch:

Es ist ein lobenswerter Brauch: Wer was Gutes bekommt, der bedankt sich auch.

Ihnen allen wünschen wir ein frohes, besinnliches, erholsames und bei den Festessen nicht zu anstrengendes Weihnachtsfest, und ein erfolgreiches, gesundes 2017!

Herzlichen Dank für ihre Aufmerksamkeit!

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